Monatsbericht September

In diesem Monat ist der Herbstpunkt erreicht, dann sind Tag und Nacht gleich lang. In diesem Monat ändert sich die Tageslänge am schnellsten.

Am Monatsersten beträgt die Tageslänge (ohne Dämmerungszeiten) im norddeutschen Peine 0 Stunden und 0 Minuten, am Monatsletzten dann 0 Stunden und 0 Minuten.

Auch wenn die Uhr erst im kommenden Monat wieder auf Winterzeit umgestellt wird, endet der Sommer offiziell bereits im September. Für die Meteorologen sogar noch früher als für die Astronomen, nämlich bereits zu Monatsanfang.

Am Himmel hat sich in diesem Monat scheinbar nicht viel geändert, das auf den Herbst hindeutet. Aber tatsächlich liegt dies daran, dass der Effekt der immer weiter nach Westen wandernden Sternbilder dadurch ausgeglichen wird, dass die Sonne nun immer früher untergeht.

Auf einer Sternkarte, die auf Monatsmitte 23 Uhr eingestellt ist, lässt sich der Unterschied zum Vormonat sehr schön erkennen. Das Sommerdreick mit den Sternen Atair im Adler, Deneb im Schwan und Wega in der Leier sind nun auf der westlichen Hemisphäre zu finden. Östlich haben die Herbststernbilder Pegasus und Andromeda schon fast die gleiche Höhe erreicht.

Herkules kann man zwischen Leier und Horizont erkennen. In Richtung Norden befindet sich der Große Wagen, der zu dieser Zeit richtig herum mit den Rädern in Richtung Boden zeigt. Verlängert man die beiden hinteren Kastensterne ungefähr um die fünffache Länge nach oben, dann stößt man auf den Polarstern, der an seiner Position stillzustehen scheint. In sternenklaren Nächten dient er zur Orientierung, da eine gedachte Linie von ihm zum Horizont immer in Richtung Norden weist.

Sehen wir vom Polarstern ausgehend noch ein wenig höher, erkennen wir das Sternbild Kepheus und östlich davon Kassiopeia mit dem "Himmels-W" und Perseus.
© 1996-2017 Gerd Schiefer