Monatsbericht März

In diesem Monat ist der Frühlingspunkt erreicht, dann sind Tag und Nacht gleich lang. Im März ändert sich die Tageslänge am schnellsten.

Am Monatsersten beträgt die Tageslänge (ohne Dämmerungszeiten) im norddeutschen Peine 0 Stunden und 0 Minuten, am Monatsletzten dann 0 Stunden und 0 Minuten.

Noch sind die Nächte relativ lang, doch man kann am abendlichen Sternenhimmel bereits die Veränderung zum Frühlingsbeginn beobachten.

Der Löwe als markantes Wintersternbild steht hoch im Süden. Mitte des Monats erreicht er gegen Mitternacht im Süden seine höchste Position. Sein Hauptstern Regulus ist rund 85 Lichtjahre von uns entfernt und strahlt dort mit der 100-fachen Leuchtkraft unserer Sonne.

Die helle Spica im Sternbild Jungfrau leuchtet östlich des Löwen, etwas darüber befindet sich der rötlich schimmernde Arkturus im Sternbild Bootes.

Weiter im Westen zeigt sich das unscheinbare Sternbild Krebs. Bei guten Beobachtungsbedingungen kann man mit bloßem Auge eine kleine Gruppe von Sternen erkennen. Mit dem Feldstecher offenbart dieses blasses Wölkchen seine ganze Pracht. Es ist der offene Sternhaufen Praesepe bzw. Krippe, in Fachkreisen auch Messier 44 genannt. Nur rund 570 Lichtjahre von uns entfernt tummeln sich dort an die 350 Sterne.

Westlich davon folgen die Zwillinge Kastor und Pollux.

Orion, der am Winterhimmel dominierende Himmelsjäger, geht bereits im Westen unter. Etwas darüber nähert sich auch das Sternbild Stier mit Aldebaran, seinem rötlich funkelnden Auge, dem Horizont.

Nur die zirkumpolaren Sternbilder Großer Wagen und Kleiner Wagen mit dem scheinbar stillstehenden Polarstern gehen nie unter. Sie stehen auch weiterhin hoch über unseren Köpfen.

Tief im Nordwesten nähert sich die Kassiopeia, das sogenannte Himmels-W, der niedrigsten Stellung am Horizont.
© 1996-2019 Gerd Schiefer